Flitterwochen auf Hawaii: Ideen für Ausflüge


Strand von Hawaii

Aloha State – die Inselkette inmitten des Pazifik ist weltweit bekannt für paradiesische Strände, Berge vulkanischen Ursprungs und intensives Surfen. Daneben gibt es viel mehr Unbekanntes auf den Inseln zu entdecken, die so weit vom Festland abgeschieden sind, wie keine andere der Erde.

Die neun schönsten Ausflugsziele auf Hawaii

Hawaii hat sich vor Jahrtausenden durch Vulkanausbrüche aus dem Meer erhoben. Das Resultat kann man heute besser denn je begutachten. Denn neben der schönen Küste und den saftigen Wäldern bietet der Surferstaat zahlreiche Attraktionen, die auf dem Grunde der noch heute lodernden Vulkane fußen.

1. Haleakala-Nationalpark

Vulkan in HawaiiMaui ist die zweitgrößte Insel der Hawaii-Gruppe. Auf ihren 1.883 Quadratkilometern hat sie gleich mehrere Besonderheiten zu bieten. So ist schon die Form beschreibend und mit dem Beinamen Talinsel gut getroffen: Die Insel war früher zweigeteilt. Erst durch Erosion entstand eine Landbrücke, die heute dicht besiedelt ist.

Das geografische Highlight ist der vulkanische Ursprung der Insel. Der Süden wird beherrscht vom Haleakalā-Krater. Dorthin gelangt man über den Highway, der sich am kargen Granit vorbeischlängelt und letztendlich auf 3.040 Metern Höhe stoppt. Hier liegt der Haleakala-Nationalpark, der den mehr als einen Kilometer tiefen Krater des Schildvulkans beinhaltet. Insgesamt nimmt der ganze Vulkan mehr als drei Viertel von Maui ein. Mit 34 Kilometern Kraterumfang gilt er als einer der größten der Erde. Der klaren Luft und dem trockenen Klima verdankt es der Haleakalā außerdem, eine wichtige Forschungsstation zu beherbergen. Kaum vorstellbar ist die Wirkung dieser fremden Welt – als besuchte man den Mars selbst.

2. Hawaii-Volcanoes-Nationalpark

Vulkan auf MauiDer Volcanos-Nationalpark von Hawaii beherbergt den aktivsten Vulkan der Erde, den Kilauea. Zusammen mit anderen Vulkanen und dem 4.169 Meter hohen Mauna Loa bildet dieser Teil der Insel ein weltweit nirgendwo so ausgeprägtes Ökosystem, das von der UNESCO als Welterbe eingestuft wird.

Hier kann man sehen und fühlen, was vulkanische Tätigkeit bedeutet: Seit 1983 speit der Kilauea stetig Lava aus. Daraus entstanden bereits über 2 Quadratkilometer Neuland als schwarzes Lavagestein.

Die Vegetation des Nationalparks ist, wie auf allen der Hawaii-Inseln, geprägt von der Entfernung zum Festland. Da die meisten Samen durch Vögel auf die Inseln getragen wurden, bildeten sich aus der dünnen Basis zahlreiche neue Pflanzen. Dadurch machen heute 98 Prozent der Vegetation endemische Neupflanzen aus. Da es keine natürlichen Feinde gab und das Lavagestein fruchtbaren Boden bot, sind Pflanzen oder Tiere mit Giften oder Dornen so gut wie nicht vorhanden. Hauptsächlich gedeihen Farne, hohe Schraubenbäume und Kokospalmen.

Wer die spektakuläre Tätigkeit der Vulkane erleben will, dem sei das Jagger Observatorium empfohlen. Aus sicherer Entfernung kann man die Lavafontänen beobachten. An der Küste, wohin das heiße Gestein häufig fließt, verdampft die Lava etliche Liter Wasser. So entstehen spektakuläre Dampfwolken, die sich die Küste entlangziehen. Ein ereignisreicher Ort mit extremem Seltenheitswert.

3. Akaka Falls State Park

Wasserfall auf HawaiiNeben den ausladenden Vulkanen und ihren Lavafeldern bieten sich mit den Akaka Falls weitere Naturschauspiele an. Das Reservat liegt an der nordöstlichen Küste von Hawaii und beheimatet zwei große Wasserfälle, die Akaka Falls mit 135 Metern Fallhöhe sowie die Kahuna Falls mit 30 Metern Fallhöhe. Man erreicht diese über eine Wanderung, die durch den dichten Regenwald an Orchideen, Farnen und dichtem Buschwerk vorbeiführt. Angekommen am großen Wasserfall, erblickt man ein atemberaubendes Beispiel der Naturschönheit.

Andere berühmte Wasserfälle sind die Regenbogenfälle. Diese sind bei Hilo gelegen. Über 24 Meter fällt hier der Wailuku Fluß in ein Becken. Das Besondere ist, dass der obere Wasserlauf von einem Vorsprung fließt und das Wasser beim Aufprall in alle Richtungen bersten kann. So bricht sich das Licht vielfach. Nicht selten sind hier die namengebenden Regenbogen zu sehen.

4. Vulkan Mauna Kea

Berggebiet auf HawaiiDer Mauna Kea bildet mit 4.205 Metern die höchste Erhebung Hawaiis. Die effektive Höhe allerdings bringt es noch weiter: Der Mauna Kea ist vor Millionen von Jahren am Meeresgrund entstanden und durch erkaltete Lava gewachsen. Dadurch ist er tatsächlich vom Fuß bis zum Gipfel etwa 10.205 Meter hoch – und wäre so der höchste Berg der Erde.

Geschätzte 2500 Jahre v. Chr. ist der Mauna Kea zuletzt eruptiert. Heute bilden ein Observatorium und angrenzende Naturparks die Basis für Besucher und Touristen. Spektakulär ist besonders die Aussicht. Durch günstiges Klima und die trockene Luft sind kilometerweite Ausblicke möglich. Die Vegetation und der dunkle Basaltboden tun ihr Weiteres, um der Gegend die Exklusivität einer Mondlandschaft zu verleihen. Nur die weiße Bergspitze verspricht mit Schnee, dass man sich noch auf der Erde befindet. Atemberaubend!

5. Diamond Head

Vulkankrater bei HonoluluDer berühmteste Vulkankrater der Erde ist der Diamond Head bei Honolulu. In direkter Küstennähe ragt das rote Tuffstein mehr als 200 Meter in die Höhe und bildet das Wahrzeichen der Insel Oahu.

Entstanden ist der ovale Krater vermutlich durch eine einzige Eruption. Heute ist die etwa 1,5 Quadratkilometer bedeckende Kraterfläche von zahlreichen Büschen und Gräsern bewachsen. Grund hierfür ist das heiße Klima und die steilen, steinigen Hänge, die kaum Bewegung in das Tal lassen.

Erreichbar ist der Diamond Head per Wanderung oder mit dem Auto. Zwei Tunnel führen direkt ins Innere, das in der Vergangenheit als Militärstützpunkt genutzt wurde. Von Honolulu liegt am Wegesrand übrigens der einheimische Markt am Kapiolani College. Hier werden Genüsse angeboten, die den Flair der Insel essbar machen.

6. Hanauma Bay

Bucht auf HawaiiAm südöstlichen Ende von Oahu liegt in Reichweite zum Koko Krater die Hanauma Bucht, die ebenfalls aus einem erloschenen Vulkan entstand. Da sich die Öffnung zum Meer auf etwa 200 Meter beschränkt, bietet der Krater eine artenreiche Unterwasserwelt, die von Strömungen und Gefahren von Außen weitestgehend geschützt ist.

Das Paradies für Schnorchler und Taucher zieht jährliche Tausende Touristen an, weswegen ein Besuch auf einige Wochentage begrenzt ist. Ist man einmal hier, versteht man den Grund: Die Korallenriffe und Unterseewelten bieten mit außergewöhnlichen Fischen und Pflanzen atemberaubende Erlebnisse.

7. Waikiki Beach

Strand von HonoluluWer dagegen das klassische Schwimmen – bzw. Surfen – bevorzugt, ist am Waikiki Beach besser aufgehoben. Der Waikiki Beach ist der Stadtstrand von Honolulu und in direkter Nähe zum Diamond Head gelegen. Der lange, helle Küstenverlauf zählt wohl zu den bekanntesten Stränden der Welt. Mit zahlreichen Optionen für Aktivitäten lädt er nicht nur zum Surfen, sondern ebenso zum Schwimmen, Entspannen und für viele weitere Aktionen ein. Im Stadtbereich ist ein Golfkurs angebunden, Geschäfte erlauben den schnellen Stadtbummel und erst das Wasser: Kristallklar liegt es in der Bucht auf hellem Sand, der langsam abfällt. Nicht nur der Name Waikiki ist beliebt – auch das, was dahintersteht.

8. Garden of the Gods

Basalt in HawaiiAuf der Insel Lanai bietet eine eigensinnige Formation roter bis ockerfarbener Erd- und Gesteinsschichten exklusive Eindrücke. Durch stetige Winde und das extrem trockene Klima haben sich hier skurrile, fast extraterrestrische Formationen gebildet. Zusätzlich unterstreicht die karge Vegetation einiger Büsche und Gräser das unwirkliche Äußere.

Den Namen Garden of the Gods hat das Gebiet unter anderem wegen der riesigen Felsen, die wie Murmeln über Hügel und Täler verteilt liegen, oder wie Finger aus dem Boden ragen. Den besten Blick über die Gärten der Götter erhält man vom durchquerenden Highway aus. Dieser sollte allerdings nur mit Allradwagen befahren werden. Hat es tatsächlich einmal geregnet, ist die Straße aufgrund Unpassierbarkeit gänzlich gesperrt. Ansonsten bieten sich unerschöpfliche Aussichten auf einer zweisamen Tour, fernab der Zivilisation.

9. Halawa Valley

Paradiesisches Flußtal auf HawaiiMolokai ist die friedliche Insel, die inmitten der bekannteren großen Nachbarn ein eher ruhiges Leben führt. Sie ist noch dünn besiedelt und der Tourismus ist nach dem Export von landwirtschaftlichen Produkten zweitrangig. Schließlich soll die natürliche Vegetation erhalten und deswegen die Öffnung für Touristen auf die westlichen Küstengebiete beschränkt bleiben.

Ebendort findet sich auch der Eingang ins Halawa Valley. Dieses Tal führt entlang eines Bachlaufes in die Insel hinein. Dort wird die Vegetation wesentlich dichter und mündet im Molokai Forest Reserve. Neben der unberührten Pflanzenwelt gibt es den 75 Meter hohen Moaula Wasserfall zu bewundern. Am Eingang des Tals bietet die Halawa-Bucht einen geeigneten Ort zum Baden und Schnorcheln. Die echten Flitterwochen zu zweit, fernab des Trubels: Hier sind sie möglich.

nach oben ↑