Flitterwochen in Südafrika: Ideen für Ausflüge


Steppe in Südafrika

Südafrika bietet mit seinem erholsamen Klima und der weiten Küste zahlreiche Möglichkeiten, die Flitterwochen zu verbringen. Ob bergig oder flach, Steppe oder dichtes Grün, einsame Küste oder pulsierende Großstadt – Südafrika bietet alles.

1. National Zoological Garden in Pretoria

Löwen in SüdafrikaDer Zoo von Pretoria ist weltweit bekannt als Erhaltungsort der natürlichen Wildnis Afrikas. Diesem Ruf folgend bemüht sich die Hauptstadt Südafrikas mit Fürsorge um den Erhalt der Flora und Fauna im Zoo – und das äußerst erfolgreich.

Auf 850.000 Quadratmetern leben mehr als 700 verschiedene Tierarten in einer Umwelt, die sich kaum ein Zoo der Welt erträumen kann. Nicht umsonst ist Südafrika bekannt für den wohlbekommenden Lebensraum – eben nicht nur für Menschen. Neben Außengehegen mit weiten Feldern und natürlicher Pflanzenumgebung bieten Aquarien und Reptiliengebäude weitere Attraktionen.

Es muss in Afrika eben nicht immer die echte Safari sein, denn Zoo ist nicht gleich Zoo. Außerdem ist der NZG schon über 100 Jahre alt und besteht seit fast ebenso langer Zeit als Nationalzoo. Tradition und Moderne vereint – in ganz natürlicher Umgebung.

2. Gold Reef City bei Johannesburg

Achterbahn in SüdafrikaVergnügen und Spaß unter der Sonne Afrikas. Der Gold Reef City bietet als größter Freizeitpark der Region zahlreiche weltweit bekannte Attraktionen. Selbst der Ort, auf dem der Gold Reef City erbaut ist, lässt Großes erahnen: Die Crown Gold Mine, ihrerseits eine der größten und tiefsten Goldminen der Welt, lag exakt an der Stelle, wo seit den 80er Jahren der Freizeitpark steht.

Die bekanntesten Fahrgeschäfte sind: Anaconda (Achterbahn mit 746 m Länge, fünf Inversionen und einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h), Golden Loop (Loopingbahn mit Rückwärtspendelfahrt) oder der Tower of Terror (Turmbahn, die auf der Fallstrecke bei 95 km/h über 6 g Fliehkräfte erreicht).

Daneben bestehen zahlreiche weitere Anziehungspunkte wie Wildwasserrafting, eine Minenanlage oder verschiedene andere Fahrgeschäfte. Für Draufgängerpaare eine Fundgrube an Möglichkeiten. An Spaß und Abwechslung mangelt es nicht, sodass hier niemand zu kurz kommen wird.

3. Krüger-Nationalpark

Elefanten in AfrikaIm Osten des Landes an Mosambik grenzend liegt eines der größten Reservate Afrikas: Der Krüger-Nationalpark. Auf etwa 20.000 Quadratkilometern Fläche erstreckt er sich über Steppen, Felsengebiete und Flüsse wie dem Crocodile-River oder dem Limpopo.

Seit 1898 besteht der Nationalpark, der heute durch intelligente Strukturierung und Naturerhaltung viele der großen Tierarten Afrikas beherbergt. Dazu zählen etwa die fünf großen „Safaritiere“ Elefant, Büffel, Leopard, Löwe und Nashorn. Daneben existieren rund 140 weitere Säugetierarten sowie mehr als 700 Vogel-, Reptilien-, Fisch- und Amphibienarten.

Für Interessierte besteht die Möglichkeit, diese einzigartige Welt der Natur durch verschiedene Safaris kennenzulernen. So gibt es neben Luxus-, Lodge- oder Classic-Safaris extra ein spezielles Angebot für Flitterwochenreisende: Mit Champagner, romantischer Übernachtung und Abendessen in der Wildnis – da werden die Tiere zum Beobachter.

4. Sun City

Hotelparadies in SüdafrikaAbgeschieden und doch mitten drin von allem, was Flitterwochen brauchen: Die Sun City liegt im Norden Südafrikas und bildet mit vier Hotelanlagen und riesigen Freizeitstätten ein Resort der Luxusklasse.

In Reichweite von Johannesburg und Pretoria gelegen ist die Sun City eingefasst vom Madikwe- und dem Pilanesberg-Reservat, in denen von den Anlagen ausgehend Safaris unternommen werden können. Die Sun City selbst beherbergt vier verschiedene Hotels. Darunter sind etwa der verwunschen-verwinkelte Palace of the Lost City oder das in einzelnen Bungalows angelegte The Cabanas.

Als Freizeitangebot bietet die Anlage zahlreiche Pools und Sportanlagen. Auch Golfplätze oder Routen für Quadbiketouren sind vorhanden. Darüber hinaus stehen Casinos, Restaurants, Theater und Kinos zur Verfügung. Übrigens: Bekannte Gäste der vielfach international ausgezeichneten Sun City waren unter anderen Frank Sinatra, Elton John, Julio Iglesias und Sarah Brightman. Man muss sich eben mal was gönnen. Und wann, wenn nicht zu den Flitterwochen!

5. Wild Coast

Hügel an der Küste SüdafrikasAls die Wilde Küste Afrikas wird ein etwa 270 Kilometer langer Küstenstreifen zwischen East London und Durban genannt. Durch die erfrischende Lage am Indischen Ozean wird die Natur mit Winden und häufigen Regenfällen wie auch etlichen Sonnenstunden reich belohnt. So gilt die Wild Coast als einer der einladensten Orte der Erde.

Neben den klimatischen Bedingungen bietet auch die Umwelt fruchtbare Naturen: Zahlreiche Flüsse münden entlang der Küste im Meer, wo sie in Sandbänken auslaufen, die ihrerseits vom Agulhas-Strom mit warmen Wassern umspült werden. Milde Winter wie gedeihliche Sommer lassen viele Baum- und Straucharten wachsen, die dann die zwischen Felsen und Stränden wechselnde Küste umrahmen.

Die Beschreibung der Lage könnte noch ewig so verlaufen, so reichhaltig wie positiv mutet die Wild Coast an. Wer dieses interessante Stück Afrika kennenlernen will, kann sich in einem der vielen Hotels einquartieren. Ob die Küste entlang oder weiter ins Landesinnere hinein – überall warten kleine oder größere, zentrale oder abgelegenere Resorts auf.

6. Drakensberge

Schroffe Bergwand in SüdafrikaAls wahre Schönheit der Natur entpuppen sich die Drakensberge. Wer nach Südafrika kommt, um die Flitterwochen entspannt zu zweit innerhalb einer der schönsten Flecken der Erde zu erleben, ist hier bestens aufgehoben.

Die Drakensberge selbst bilden den Rahmen für eine sanfte Formation aus Hügeln, Seen und saftigem Hochland. Über 1.000 Kilometer entfalten sich in Lesotho und Südafrika Berge, die bis zu 3.482 Metern hoch sind. Darunter sind spektakuläre Schluchten, zackige Bergkämme, Überhänge und Höhlen. Im Norden befindet sich eine der bekanntesten Berghänge überhaupt: Das Amphitheater, das aus einer acht Kilometer langen, teilweise bis zu 1.000 Meter hohen, senkrechten Felswand besteht.

Entlang der Berge gelingt der Natur ein fast einmaliges Blühen in Flora und Fauna. Zahlreiche Vogelarten sind hier in großer Population heimisch. So bietet sich nicht nur Wanderern, sodern auch Entdeckern und Hobby-Ornithologen ein unvergessliches Bild. Eine Panoramastraße verbindet die gesamte Gebirgskette. Dazwischen schließen Hotels und Ferienresorts die Anbindung ab. Am besten gestaltet sich die Entdeckung immer noch ganz klassisch: Zu zweit zu Fuß.

7. Golden Gate Highlands National Park

Feuergras in SüdafrikaDieser weitere große Nationalpark in Südafrika vereint, was andere getrennt bieten: Eindrucksvolle Natur mit seltenen Tieren. Das Gebiet umfasst etwa 340 Quadratkilometer und liegt im Norden der Grenze von Lesotho zu Südafrika.

Die bekannteste geografische Besonderheit ist die künstlerisch anmutende Felslandschaft. Diese besteht aus orangefarbenen Sandsteinformation, mit zahlreichen Kliffen und Höhlen versehen. Besonders während der vielen Sonnenstunden Südafrikas wirken diese Felsen wie Gold und Feuer. Die Flora besteht aus typischen Hochlandgräsern, die in den Sommermonaten die Atmosphäre noch unterstreichen.

In dem Reservat finden sich zahlreiche Tierarten. Neben Landtieren wie Gnus, verschiedenen Bockarten oder Zebras ist besonders die Vogelwelt sehr ausgeprägt. So warten Geier, Adler, Kraniche und viele andere Vögel auf ihre Entdecker.

8. KWV in Paarl

Weinanbau in SüdafrikaWein aus Südafrika wird immer beliebter. Dass sie gut sind, fanden allerdings schon die Winzer vor fast 100 Jahren heraus und gründeten für eine bessere Vermarktung die KWV Winzergenossenschaft von Südafrika. Seit 1918 wird so professionell der trinkbare Geschmack Südafrikas in die Welt getragen – und wie nie zuvor kann man heute im Hauptsitz Paarl den Genuss direkt erfahren.

Als Hauptabsatz kommen aus Südafrika Weißweine aus Chenin Blanc oder Colombard sowie Rotweine aus Cabernet Sauvignon oder Shiraz. Seit einigen Jahrzehnten setzt die KWV zusätzlich auf Brandy und Portwein-Produkte.

Wer diese und die vielen anderen Weine der Region schätzen lernen – und direkt ab Herstellung testen – will, kann in Paarl das KWV-Handelszentrum besuchen. Hier werden nicht nur die Produkte angeboten. Auch ein Museum mit der Anbauhistorie und zahlreichen Fundstücken aus langer Tradition sind hier zu bewundern.

9. The Big Hole bei Kimberley

Diamantmine in SüdafrikaIn Kimberley inmitten Südafrikas liegt ein weiterer Zeuge der Landeshistorie: Das Tagebaumuseum The Big Hole. Mit dem großen Loch ist die Kimberley-Mine gemeint, aus der zwischen 1871 und 1914 etwa 2.722 Kilogramm Diamanten gewonnen wurden. An der Erdoberfläche besitzt die Mine heute einen Durchmesser von 1.600 Metern und die effektive Tiefe von 1.097 Metern. Der damalige Betreiber der Mine, De Beers, beherrscht noch heute den Diamantenmarkt.

All diese und viele weitere Entdeckungen kann man in Kimberley bewundern. Imposant ist schon der Blick in das weit mit Wasser bedeckte Minenloch. Der breite Krater, der die Grabungsmethode nach Diamantenvorkommen typisiert, ist derweil noch gänzlich zu bewundern.

Daneben lockt ein Museum, dass die gesamte Geschichte der Grabung seit dem Finden des ersten Diamanten auf freiem Feld erläutert. The Big Hole ist eine Reise wert – nicht nur, um zu erkunden, wo vielleicht der Diamant des Verlobungsrings herkommt.

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