Spirituelle Hochzeiten

Neben der klassischen kirchlichen Hochzeit sind heute auch reine Standesamtstrauungen üblich. Zunehmend interessieren sich die Menschen aus spirituellen Traditionen aber auch für spirituelle Hochzeiten. Mit so genannten Sonnenzeremonien begleitete oder nach Osho-Ritualen abgegebene Eheversprechen haben allerdings keine rechtsgültige Verbindlichkeit. Sie werden daher oft zusätzlich zur weltlichen Eheschließung in Erwägung gezogen. Manchmal ersetzen sie sie aber auch. Im Scheidungsfall kann es entsprechende juristische Probleme geben.

Die Ehe ist aus Sicht vieler keine reine Versorgungsgemeinschaft, sondern ebenso ein spiritueller Bund. Um diesen zu besiegeln, kann man auch in Deutschland heidnische "Eheleiten", Mittelalterhochzeiten, keltische Ehe-Rituale oder buddhistische Segnungen durchführen lassen. Längst bieten deutsche Urlaubsorte spirituelle Trauungen an und im Internet finden sich so genannte Hochzeits-Berater oder Agenturen, die einem bei der Organisation helfen. Auch hier wird aber oft darauf verweisen, dass die Gestaltung der Inhalte dem Brautpaar selbst obliegt. Auch die Vermischung von Ritualen und Segenszeremonien aus verschiedenen Traditionen wird nicht immer kritisch gesehen. Andere Hochzeits-Helfer beziehen sich auf so genannte Kernrituale, die dem Menschen nahe seien. Angeboten werden beispielsweise die Sonnenzeremonie, eine Naturhochzeit, ägyptische und atlantische, keltische, griechische, römische und hawaiianische Hochzeiten, die von allzu viel religiösem Gehalt bereinigt werden.

Übersicht Spirituelle Hochzeiten
  • Sonnenzeremonie
  • Buddhistische Segnung
  • Mittelalterlische Hochzeite
  • Heidnische Hochzeit
  • Keltische Hochzeit
  • Naturhochzeit
  • Ägyptische Hochzeit
  • Griechische Hochzeit
  • Römische Hochzeit
  • Hawaiianische Hochzeit

Sonnenzeremonien und Naturhochzeiten werden bevorzugt an so genannten Kraftorten gefeiert. Das Symbol der Eheschließung ist bei beiden ein Hochzeitsband. Isis und Osiris repräsentieren das männliche und weibliche Prinzip in der ägyptischen Hochzeitszeremonie. Tempelplätze oder Energie-Orte bilden den Rahmen. Auch hier dokumentiert nach den entsprechenden Ritualen ein Hochzeitsband den Bund für's Leben. Kosmische Kräfte am Wasser sind nötig, um die atlantische Hochzeitszeremonie auszuführen. Fackeln und keltische Symbole spielen eine Rolle bei der Eheschließung nach keltischem Ritual. Die Zeremonie gilt als Schließung eines heiligen Schutzbundes und wird gerne bei Dämmerung abgehalten. Fröhlich und ausgelassen geht es bei griechischen und römischen Eheschließungen zu. Als buddhistisches Ehepaar kann man einen Segen der Ehe vom Lama erbitten.

Freie Trauungen befreien einen von amtlichen Öffnungszeiten und banalen Standesamts-Floskeln, die vielfach den unromantischen Beginn einer normalen Ehe markieren. Man muss keiner speziellen Kirche angehören und nicht konfirmiert sein, um heiraten zu können. Wie spirituell die Ausrichtung der Zeremonie ist, bleibt einem selbst überlassen. Während Freie Theologen Mindestmaßstäbe für die Rituale der geplanten Feier ansetzen, sind freie Redner vollkommen ungebunden.