Katholische Trauung


Junges Brautpaar Kirche

Der Gang zum Altar vor Freunden und Familie, um sich im Angesicht Gottes die ewige Liebe zu schwören, ist der Höhepunkt einer katholischen Hochzeit. Erst mit der Segnung durch den Priester gilt die Ehe für Gläubige als besiegelt. Doch bevor das Brautpaar den feierlichen Moment genießen kann, gilt es einige Formalien und Fragen zu klären.

Wann ist eine katholische Trauung möglich?

Beide Partner sind römisch-katholisch: Ist das Braupaar katholisch, kann es zwischen einem Wortgottesdienst ohne Eucharistiefeier und der Brautmesse bzw. dem Brautamt, eine aufwendigere und besondere Form der Heiligen Messe mit Abendmahl, wählen.

Partner mit verschiedener christlicher Konfession: Prinzipiell ist auch hier eine katholische Trauung möglich, wenn einer der Brautleute katholisch ist. Zudem muss dieser Partner vorher bekräftigen seinen Glauben weiter auszuleben und versprechen möglichen Nachwuchs katholisch taufen zu lassen.

Trauung von Katholiken mit konfessionslosen oder nicht christlichen Partnern: In diesem Fall werden die Möglichkeiten bei einem ausführlichen Gespräch mit dem Geistlichen erörtert. Häufig kann mit einer christlichen Zeremonie geheiratet werden.

Ein Partner ist geschieden: Da die Ehe nach Kirchenrecht einen besonderen Schutz unterliegt, ist in diesem Fall eine katholische Trauung nicht möglich. Jedoch gilt es zu prüfen, ob die erste nach katholischem Verständnis nach gültig geschlossen wurde. Über die Möglichkeit einer Annullierung sollten Sie vor Ort in Ihrer Gemeinde klären.

5. Ein Partner ist ausgetreten: In diesem Fall können Sie dennoch katholisch heiraten, denn das Sakrament der Taufe erlischt nicht mit dem Austritt. Auch hier muss der katholische Partner versprechen, die Kinder katholisch Taufen zu lassen.

Brautpaar Kirche

Die Vorbereitung

Am besten kontaktieren sie spätestens sechs Monate vor dem Wunschtermin Ihren Pfarrer, zuständig ist der Geistliche in Ihrem Wohnort. Nach der Anmeldung erhalten Sie in der Regel eine Einladung zum Traugespräch, in dem erste Fragen über Sie als Paar und Ihre Wünsche zur Zeremonie geklärt werden. Zudem bekommen Sie Informationen über alle notwendigen Dokumente zur Trauung.

Dokumente

  • Personalausweis bzw. Reisepass
  • Tauf- und Firmungsbescheinigungen
  • Bescheinigung, dass beide Partner ledig sind
  • Ehevorbereitungsprotokoll
  • Heiratsurkunde der standesamtlichen Trauung
  • Zustimmung der zuständigen bischöflichen Kirchenbehörde (Bei Trauung vor dem Gang zum Standesamt)

Ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitungsphase ist das Ehevorbereitungsseminar. Hier reden Sie meist in der Gruppe über das Thema Ehe, setzten sich damit auseinander und klären wichtige Fragen. Diese Seminare finden nicht zwingend in Ihrer Gemeinde statt, sondern in der Regel in katholischen Bildungseinrichtungen.

Die Messe: Der feierliche Moment

Katholische TrauungZu Beginn der Brautmesse ziehen Geistliche und Brautpaar feierlich in die Kirche ein. Die Eheleute können diesen Moment mit besonderer Hochzeitsmusik durch die Organistin, einen Solokünstler oder eine Band untermalen. Vor allem der „Hochzeitsmarsch“ von Mendelssohn und Wagner sowie das „Halleluja“ von Händel sind bei Brautpaaren sehr beliebt.

Nach der Predigt segnet der Priester die Trauringe und stellt die Frage nach dem Bereitsein zur christlichen Ehe. Im Zentrum der Hochzeitsmesse steht jedoch das Trauversprechen der Brautleute. Das feierliche Versprechen, sich bis zum Ende des Lebens zu lieben, unterstützen und treu zu bleiben, kann in verschiedenen Formen gegeben werden.

Zum einen kann der Geistliche die Traufrage stellen, zum anderen kann ein eigener und individueller Text gewählt werden. Beide Varianten enden mit dem gegenseitigen Anstecken der Eheringe.

Tipps für mehr Individualität

  • Häufig sind die Fürbitten auf das Brautpaar und dessen Familie zugeschnitten und werden von Verwandten oder Freunden vorgetragen.
  • Eine passende Kirchendekoration verwandelt das Gotteshaus in ein Hochzeitsfest.
  • Auch die Musik kann nach Ihren Wünschen ausgerichtet werden.
  • Kleine Programmpunkte im Gottesdienst (Gesangseinlage einer Freundin etc) oder die Mitwirkung der Familie (Lesung vortragen etc.) machen die Hochzeit noch individueller.
  • Das Abendmahl kann von nahestehenden Personen an den Altar gebracht werden.
  • Im Traudokument kann ein von den Brautleuten gewählter Trauspruch festgehalten werden, der auch die Hochzeitskerze schmückt.
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