Die standesamtliche Trauung


Standesamtliche Hochzeit

Sie bildet den rechtlichen Baustein für das Fundament der Liebe. Die standesamtliche Trauung ist in Deutschland Voraussetzung für die gesetzlich gültige Ehe. Eine rein kirchliche Hochzeit oder eine freie Trauung reicht beispielsweise nicht aus.

Der Weg zur standesamtlichen Trauung

1. Anmeldung der Eheschließung: Die meisten Städte und Gemeinden schreiben keine Fristen zur Anmeldung vor, jedoch ist eine rechtzeitige Anmeldung ratsam, damit eventuell noch fehlende Unterlagen beschafft werden können und der gewünschte Termin auch frei ist.

 2. Anwesenheit und Dokumente: Grundsätzlich sollen beide künftigen Ehepartner zur Anmeldung erscheinen. Ist einer von beiden verhindert, kann er den Partner mit einer schriftlichen Vollmacht ausstatten. Die zur Anmeldung benötigten Unterlagen müssen immer entweder im Original oder in einer amtlich beglaubigten Ausfertigung vorliegen und dürfen nicht älter als sechs Monate sein.

  • Geburtsurkunden
  • gültiger Personalausweise
  • amtliche Meldebescheinigung
  • Personenstandsurkunde (Eheschließung der Eltern nach dem 31.12.1957)
  • Abstammungsurkunde (Eheschließung der Eltern nach dem 31.12.1957 bzw. in der DDR vor dem 03.10.1990)
  • Geburtsurkunden gemeinsamer Kinder
  • evtl. Heirats- und Scheidungsurkunde
  • evtl. Aufenthaltsgenehmigung und Nachweis der Staatsangehörigkeit
  • evtl . Diplom- und Promotionsurkunde
  • schriftliche Erlaubnis der Erziehungsberechtigten, wenn ein Partner unter 18 Jahren ist

3. Angabe bei vorheriger Scheidung: Ist es für einen der Partner (oder beide) nicht die erste Eheschließung, so muss auch ein Nachweis über die rechtskräftige Auflösung der vorherigen Ehe bei der Anmeldung vorgelegt werden. Lebenspartnerschaften als Ehe-Form für gleichgeschlechtliche Paare

4. Der Hochzeitstag: Am Tag der Eheschließung sollte sich das Hochzeitspaar in der Regel etwa zehn Minuten vor Beginn der Trauung im Standesamt einfinden, um die Anmeldung zu bestätigen. Hier werden auch eventuelle Trauzeugen aufgenommen.

Hochzeit auf dem StandesamtDie Kosten für die reine Anmeldung liegen etwa bei 40 Euro. Hinzu kommen Gebühren für die beglaubigten Kopien, das Familienstammbuch und die Raumbenutzung bei der Trauung.

Individuell oder Standard: Die Wahl des Brautpaares

Die Trauung gestaltet jeder Standesbeamte individuell, in der Regel verdeutlicht er dem Brautpaar die Verpflichtungen, die mit der Ehe einhergehen, und stellt im Anschluss daran natürlich die entscheidende Frage. Bejaht das Paar den Willen zur Eheschließung, werden sie vom Standesbeamten zu Eheleuten erklärt und unterzeichnen die entsprechende Urkunde, ebenso wie der Beamte und die Trauzeugen.

Ob Musik gespielt wird oder die Ringe ausgetauscht werden, kann das Brautpaar entscheiden. Gestalterische Aspekte müssen jedoch vorher mit dem Standesbeamten abgesprochen werden, um genügend Zeit einzuplanen. Wenn möglich, können diese wichtigen Fragen zur Zeremonie persönlich ein paar Wochen vor dem Termin geklärt werden. Aber Vorsicht, einige Standesämter ermöglichen keine Treffen vor der Trauung. Hier sollten Brautpaare jedoch versuchen, wenigsten schriftlich oder per Telefon die wichtigsten Wünsche zu kommunizieren.

Mögliche Fragen beim Termin mit dem Standesbeamten

  • Wie möchten Sie angeredet werden?
  • Soll es eine feierliche oder lockere Trauung werden?
  • Ist der Ringtausch gewünscht?
  • Möchten Sie sich küssen?
  • Soll Musik laufen und wenn ja, haben Sie Wünsche?
  • Gibt es wichtige Details zu den Trauzeugen?
  • Haben Sie wichtige Informationen für die Traurede, wie etwa Ihre Kennenlern-Geschichte
  • Hat das ausgewählte Standesamt für Sie eine Bedeutung?
  • Wenn mehrere Trauzimmer zur Verfügung stehen, nach einer Besichtigung fragen.

Beliebte Bräuche

Das traditionelle Werfen von Reis oder Streuen von Blumen nach der Trauung ist in den meisten Gemeinden wegen der hohen Verschmutzung untersagt. Üblich ist es jedoch weiterhin, dass der Bräutigam seine Ehefrau durch ein selbst ausgeschnittenes Herz aus Stoff trägt oder Dosen an das Auto der frisch Verheirateten gebunden werden.

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