Brautstrauß

Der Brautstrauß hatte schon im Altertum eine wichtige Bedeutung. Schon hier hatte man Kräuter und einige Blumen zu einem Strauß gebunden. Die Aufgabe des Brautstraußes war damals, die Braut zu schützen. Böse Geister sollten abgewehrt werden, gleichzeitig sollte der Duft des Straußes die Braut glücklich stimmen. In früheren Jahrhunderten wurden meist Myrthe und Rosmarin für den Brautstrauß verwendet.

Was die Auswahl der Blumen und der Straußform angeht, sind heute der Fantasie keine Grenzen mehr gesetzt. Natürlich muss der Brautstrauß zum Kleid passen - deswegen sollte man sich in Sachen Brautstrauß auch erst dann festlegen, wenn das Outfit sicher entschieden ist. Etwa vier Wochen vorher sollte man sich mit dem Floristen seiner Wahl besprechen, damit sichergestellt ist, dass auch alle gewünschten Blumen rechtzeitig bestellt und geliefert werden können.

Blumen, die üblicherweise verwendet werden, sind Rosen, Nelken, gerne auch Tulpen. Wildblumen und auch Kräuter erfreuen sich in den letzten Jahren einer immer größer werdenden Beliebtheit. Verspielt aussehende Sträuße, die oft mit weißem Schleierkraut abgebunden sind, passen natürlich gut zu romantischen, verspielten Kleidern. Edle Roben in Reinweiß oder Creme harmonieren gut mit einem Rosenstrauß, wobei es auch hier nicht immer dunkelrote Rosen sein müssen. Idealerweise bringt die Braut ein Foto als Beispiel beziehungsweise Vorlage zur Vorbesprechung mit dem Floristen mit. Dieser kann, wenn er über ausreichend Erfahrung verfügt, abschätzen, welche Blüten und welche Farben gut mit der Form des Kleides zusammenpassen.

Was kostet der Brautstrauß?

Die Kosten für den Brautstrauß divergieren sehr stark, da einzelne Blumen auch unterschiedlich teuer sind. Etwa 50 Euro sollten aber durchaus angesetzt werden, Abweichungen nach oben und unten sind je nach gewünschter Ausführung natürlich möglich.

Brautstrauß für standeamtliche Hochzeit

Viele Bräute wünschen sich auch einen Brautstrauß für die standesamtliche Trauung. Hierfür wählen sie meistens einen etwas kleineren Brautstrauß. Da auch hier der Strauß gut zum Outfit passen muss, ist es natürlich keinesfalls Pflicht, dass die Braut die gleichen Blumen verwendet wie für die kirchliche Trauung. Die Verwendung des gleichen Brautstraußes bietet sich aber an, wenn standesamtliche und kirchliche Trauung am selben Tag stattfinden oder die standesamtliche Hochzeit am Vortag der kirchlichen stattfindet.

Brautstrauß werfen

Ein schöner Brauch ist das Werfen des Straußes am Ende der Hochzeit. Hierbei wirft die Braut ihren Strauß in die Runde von unverheirateten Gästen. Man sagt, dass diejenige, die den Strauß fängt, als nächste heiraten wird. Dieser Brauch ist natürlich keine Pflicht. Wenn eine Braut gerne einen Strauß werfen möchte, sich aber nicht von ihrem eigenen trennen will, kann sie sich beim Floristen einen separaten Wurfstrauß binden lassen. Dieser ist meist etwas kleiner und damit auch preisgünstiger.