Hochzeitsknigge von A bis Z


Hochzeitsknigge

Alkohol

Auch wenn es was zu feiern gibt, das Brautpaar und die Gäste sollten sich beim Alkohol zurückhalten. Zumindest diejenigen, die wissen, dass sie nicht so viel vertragen, denn ein peinlicher Auftritt würde die Stimmung am schönsten Tag des Brautpaars trüben.

Begrüßung

Es ist üblich, dass das Brautpaar die Gäste zur Feierlichkeit persönlich begrüßt. Freunde und Bekannte achten einfach darauf, wie andere Gäste begrüßt werden, ob mit Handschlag, einer Umarmung oder mit Küsschen. Tipp: Weicht die Begrüßung von Gast zu Gast ab, begrüßt das Brautpaar wie sonst auch.

Chaos vermeiden

Trauzeuge und Brautjungfern sollten alles Chaos vom Brautpaar fernhalten, besonders vor der Trauung, denn dann sind Braut und Bräutigam schon nervös genug. Sie sorgen also dafür, dass alles reibungslos verläuft, und denken an die Ringe. Auch als Gast sollte man Chaos und Verwirrung vermeiden. Daher gilt: Bitte nicht hysterisch werden, wenn jemand Rotwein übers Kleid schüttet, auch wenn es noch so ärgerlich ist.

Danksagung

Nach der Hochzeit beziehungsweise nach den Flitterwochen sollte sich das Paar bei allen Gästen und Gratulanten mit einer Karte bedanken. Diese könnte zum Beispiel im Stil der Einladungskarte gehalten werden. Somit wird den Verwandten, Freunden und Bekannten die Freude über die Glückwünsche und Geschenke zum Ausdruck gebracht. Der Karte könnte zum Beispiel auch ein Foto des Brautpaars beiliegen.

Einladung

Die Einladung zur Hochzeit sollte so früh wie möglich verschickt werden, sodass sich auch möglichst alle Gäste diesen Termin groß im Kalender eintragen können. Neben Datum, Uhrzeit und Ort sollte den Gästen auch mitgeteilt werden, wer genau eingeladen ist. Geht die Einladung an eine Familie, sollte explizit erwähnt werden, ob die Kinder auch mit eingeladen sind. Wird ein Single eingeladen, ist es üblich, die Einladung auch für eine Begleitung auszusprechen. Findet die Trauung in der Kirche statt, wird dem Pfarrer ebenfalls eine Einladung ausgesprochen.

Fangt den Strauß

An alle unverheirateten Frauen: Den Brautstrauß zu fangen ist eine Sache des Glücks. Versucht also nicht, ihn mit Hilfe von Ellenbogen oder Schubsen zu ergattern. Das kommt weder bei der Braut noch bei den anderen weiblichen Kandidatinnen gut an.

Gratulation

Nach der Trauung in der Kirche oder im Standesamt gehört es sich, dem Brautpaar zu gratulieren. Bei den Glückwünschen dürfen die Eltern des Brautpaars natürlich nicht vergessen werden. Falls Sie die Eltern des Brautpaars nicht kennen – erst die Gratulation, dann stellt man sich kurz vor.

Hochzeitsgeschenke

Hochzeitsgeschenke sollten erst vor oder während der Hochzeitsfeier übergeben werden. Steht in dem Festsaal ein Geschenketisch, werden hier die Präsente ablegen. Gäste sollten dem Brautpaar nicht böse sein, wenn es nicht gleich die Geschenke auspackt. Das Auspacken wird erst am nächsten Tag veranstaltet. Wünscht sich das Brautpaar Geld, so sollte man diesen Wunsch akzeptieren und nicht eine Vase verschenken. Manchmal legt das Paar auch eine Wunschliste an, nach der sich Gäste bei der Wahl des Geschenks richten könnten.

Informationen

Das Brautpaar sollte die Gäste als erstes über die Kleiderordnung informieren. Haben Sie vor, eine Mottohochzeit zu feiern, sollten dies Familie und Freunde auch wissen. Auch über eventuelle Programmpunkte sollten Sie die Gäste informieren, denn vielleicht haben sie eine Überraschung geplant, was den Zeitplan durcheinanderbringen könnte. Gibt es ein Termin für das obligatorische Gruppenfoto, sollte der Zeitpunkt frühzeitig kommuniziert werden. Ein ewiges Suchen nach einzelnen Personen kann schnell nerven.

Junggesellenabschied

Feiert das Paar am Abend vor der Hochzeit ihren Junggesellenabschied, so sollte diese Feierlichkeit auf keinen Fall ausarten. Ein Kater am nächsten Morgen kann die Stimmung trüben. Und wer will sich schon mit Kopfschmerzen das Jawort geben. Das heißt also: wenig Alkohol und bei Zeiten ins Bett!

Kleiderordnung

Der Dresscode ist ein wichtiges Thema für den Hochzeitstag. Für Frauen gilt: kein weiß! Denn an diesem wichtigen Tag soll die Braut im Mittelpunkt stehen. Auch schwarz sollte von den weiblichen Gästen vermieden werden, es sei denn, in der Einladung wird darum gebeten. Falls die Braut ein kurzes Kleid trägt, sollten sich die weiblichen Gäste auch daran halten und kein langes Abendkleid anziehen. Die männlichen Gäste erscheinen natürlich im Anzug. Doch auch für sie gilt: nicht eleganter sein als der Bräutigam. Hat das Paar in der Einladung ein Motto für die Feier festgelegt, sollten sich auch alle Gäste daran halten.

Lächeln

Belohnt das Brautpaar mit guter Laune, denn sie haben sich für die Ausrichtung des Fests viel Mühe gegeben. Steht man dann gelangweilt in der Ecke, kommt das beim Brautpaar sicher nicht gut an.

Musik

Zu einer Hochzeit gehört natürlich auch Musik. Bei der Auswahl der Lieder sollten also die Gastgeber darauf achten, dass für jeden Musikgeschmack etwas dabei ist. Denn nichts ist schlimmer als Gäste, die nicht tanzen wollen.

Nicht verfrüht aufbrechen

An diesem Abend darf sich nur das Brautpaar früher von der Party verabschieden. Denn nach einem langen Tag hat es sich die Hochzeitsnacht auch verdient. Viele Paare fahren auch gleich am nächsten Morgen in die Flitterwochen, was ein frühes Aufbrechen rechtfertigt. Doch die Gäste sollten so lange wie möglich durchhalten, denn auch für sie hat das Paar die Feier organisiert.

Ohne Handy in die Kirche

Damit kein Fauxpas in der Kirche passiert, bleibt das Handy im Auto oder zu Haus. Ein Klingeln während der Trauung ist unhöflich und ärgert die anderen Gäste, das Brautpaar und den Pfarrer.

Pünktlichkeit

Nichts ist schlimmer, als am Tag der Hochzeit zu spät zu kommen. Gäste sollten für die Anfahrt zur Kirche oder zum Standesamt und die Parkplatzsuche genügend Zeit einplanen. Kommt man dennoch aus unerfindlichen Gründen zu spät, versucht man leise in die Kirche zu gelangen und setzt sich auf den nächstbesten Platz und rennt nicht erst quer durch die Kirche.

Quartier

Für die Organisation einer Unterkunft ist das Brautpaar verantwortlich, doch die Kosten übernehmen selbstverständlich die Gäste. Bei der Wahl des Quartiers sollte das Ehepaar darauf achten, dass es im finanziellen Rahmen der Gäste liegt und nicht zu weit entfernt von der Party ist. Feiert das Paar in einem Restaurant mit Hotel, bietet es sich natürlich an, seine Gäste dort unterzubringen.

Rede halten

Werden Gäste gebeten, eine Rede zu halten, sollten sie den Wunsch auch erfüllen, selbst wenn sie noch so schlecht darin sind. Die Reden werden gehalten, wenn alle bei Tisch sitzen. Die erste Rede hält der Brautvater, dann schließen sich Trauzeugen, Brautjungfer und nahe Verwandte an. Eine Rede sollte deshalb nicht länger als fünf Minuten dauern. Es versteht sich von selbst, dass in der Rede keine peinlichen Erlebnisse oder Ereignisse des Brautpaars zum Besten gegeben werden dürfen.

Sitzordnung

Meist hat das Brautpaar Tischkärtchen vorbereitet und eine Sitzordnung zusammengestellt. Gäste sollten sich daran halten und sich nicht einfach irgendwo anders hinsetzen. Das Brautpaar hat sich schließlich etwas dabei gedacht. Befinden sich keine Tischkärtchen auf der Tafel, so gilt Folgendes: Die Braut sitzt rechts vom Mann, Die Eltern der Braut neben dem Bräutigam, die Eltern des Bräutigams neben der Braut, dann folgen die Großeltern, Geschwister und nahen Verwandten, erst dann die Trauzeugen und die Freunde.

Tanzen

Auch wenn die Braut keinen Walzer tanzen kann, ist es ihre Pflicht, den Eröffnungstanz mit ihrem Bräutigam zu bestreiten. Die nächsten Tänze sind dann für den Vater und den Schwiegervater reserviert. Der Bräutigam schwingt nach dem Eröffnungstanz erst mit der Schwiegermutter und dann mit seiner Mutter das Tanzbein. Das heißt also für die Gäste, dass die Tanzfläche vor dem Eröffnungstanz Tabu ist. Tipp für das Brautpaar: Besuchen Sie vor der Hochzeit ein paar Tanzstunden.

Unterhaltung

Seien Sie höfliche Gäste und unterhalten Sie sich nicht den ganzen Abend nur mit ihrer Begleitung oder Familie. Lernen Sie die anderen Gäste kennen und plaudern mit ihnen. Endlose Diskussionen über Politik oder Krankheiten sollten allerdings vermieden werden. Auch Streitereien unter den Verwandten gehören sich nicht, denn der Hochzeitstag soll ein Tag der Freude sein.

Verabschiedung

Falls das Paar noch anwesend ist, sollte man sich für die Verabschiedung Zeit nehmen. Ein schnellen „Und tschüss“ ist unhöflich. Bedanken Sie sich für die Einladung, loben Sie das Essen, die Musik oder gleich das ganze Fest. Das freut das Brautpaar und beide wissen, dass sich die monatelange Planung gelohnt hat.

Wunschliste

Hat das Brautpaar eine Wunschliste für die Hochzeitsgeschenke erstellt, sollten sich die Gäste auch daran halten. Falls sich das Paar lediglich Geld wünscht, man aber noch etwas Individuelles schenken möchte, kann man zum Beispiel Himmelslaternen besorgen. Auf diese können die Gäste dann Wünsche für das Paar schreiben. Zusammen mit dem Brautpaar könnt Sie sie dann in den Nachthimmel steigen lassen.

Zusage

Gäste sollten dem Brautpaar rechtzeitig Bescheid geben, dass sie der Einladung folgen und ob sie noch eine Begleitung mitbringen. Das Paar steht vor der Hochzeit ohnehin schon unter Stress, sodass eine pünktliche Zusage die Planung erheblich erleichtert.

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