Hochzeitsspiele: Was sich Brautpaare wirklich wünschen


Hochzeitsspiele sind gut gemeint, entlocken den Adressaten aber oftmals nur ein müdes Lächeln, wenn sich nicht sogar Verdruss über den vermeintlichen Spaß breitmacht. Trauzeugen und andere Freunde des Brautpaares sollten sich im Vorfeld also gut über die jeweiligen Vorlieben informieren und zugunsten eines Überraschungseffekts nicht die Freundschaft riskieren. Eine Studie verrät, was besonders gut ankommt und worauf das Hochzeitspaar an seinem großen Tag lieber verzichten würde.

Hochzeitsbrauch

Trauzeugen und Brautpaar haben unterschiedliche Vorstellungen

Baumstamm zersägen, Laken zerschneiden und gegenseitiges Füttern des Brautpaares gehört zum festen Repertoire von Hochzeitsfeiern und sorgt vor allem bei den Gästen für gute Unterhaltung. Dass sich die zwei wichtigsten Menschen des Tages, nämlich Braut und Bräutigam, dabei nicht immer wohlfühlen, wird von den Planern der Hochzeitsspiele gerne außer Acht gelassen. Wie sehr die Vorstellungen einer gelungenen Feier aber tatsächlich auseinanderdriften, hat nun eine Umfrage des Hochzeitsspiele-Herstellers galleryy ergeben. Von den 800 Befragten äußerten sich dabei 52 Prozent als Brautpaar, 48 Prozent als Gast.

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Brautpaare wünschen sich mehr kreative und aktive Spiele, weniger Trinkspiele.
  • Hochzeitsgäste möchten mit mehr als vier Hochzeitsspielen animiert werden.
  • Viele Brautpaare sind von der Organisation der Spiele enttäuscht.

Der Befragung zufolge sind gut zwei Drittel (67 Prozent) unzufrieden mit der Organisation der Hochzeitsspiele, da von den Organisatoren nicht auf ihre Wünsche eingegangen wurde. Besonders deutlich wird die Diskrepanz bei der gewünschten Menge an Spielen. So finden 83 Prozent der befragten Brautpaare, vier organisierte Spiele während der Hochzeitsfeier seien zu wenig, 87 Prozent der Trauzeugen betrachten aber bereits drei Spiele als ausreichendes Programm.

Kreativität statt Alkohol

Auch bei der Art der Hochzeitsspiele herrscht Uneinigkeit. Trinkspiele gelten zu vorgerückter Stunde gemeinhin als beliebte Auflockerung, tatsächlich empfinden aber 91 Prozent der frisch Vermählten bereits ein Spiel mit Alkohol als zu viel. Hochzeitsgäste wünschen sich mit einer deutlichen Mehrheit von 79 Prozent sogar mehr als drei Spiele, bei denen das Brautpaar Hochprozentiges zu sich nehmen muss.

Herz Tor

Anstelle ausufernden Alkoholgenusses wünschen sich dreiviertel der Brautpaare vielmehr kreative Spiele, bei denen etwas gebastelt oder anderweitig erstellt wird. Noch mehr, nämlich 82 Prozent der befragten Paare, wünschen sich eine größere Anzahl körperlich aktiver Spiele, bei denen nicht nur am Tisch gesessen wird. Baumstamm sägen, Hochzeitsherz ausschneiden und ähnliche Hochzeitsspiele sind also durchaus beliebt und schaffen schöne Erinnerungen, die auch auf Fotos gut zur Geltung kommen.

Beliebte Hochzeitsspiele auf einen Blick

  • Hochzeitsherz ausschneiden: Ein auf ein Bettlaken aufgemaltes Herz muss vom Brautpaar mit zwei Scheren ausgeschnitten werden, anschließend trägt der Bräutigam seine Braut durch die entstandene Öffnung.
  • Baumstamm sägen: Als Symbol für bevorstehende gemeinsame Arbeiten muss das Brautpaar einen Baumstamm durchsägen. Klassischerweise nach der standesamtlichen Trauung.
  • Bräutigam füttern: Der Bräutigam steckt seinen Kopf durch die Öffnung in einem Laken, die Braut ihre Hände durch zwei Löcher und versucht ihren frisch angetrauten Gatten quasi blind zu füttern.
  • Fingerabdruck-Baum: Hochzeitspaar und Gäste verewigen sich als Blatt an einem vorgemalten Baum, am besten auf einer hochwertigen Leinwand.
  • Schlüsseltanz: Das Brautpaar bekommt eine verschlossene Holztruhe geschenkt und muss sich beim Tanz auf die Suche nach dem passenden Schlüssel machen, den einer der Hochzeitsgäste bei sich trägt.
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