Arabische Hochzeit: Traditionen, Bräuche und Trends


Eine arabische Hochzeit steht für ein mehrtägiges Fest mit vielen traditionellen Abläufen und opulenter Dekoration. Angefangen mit dem Brauch des Henna-Abends und der Morgengabe feiern anschließend oft über 500 Gäste mit dem Brautpaar. Frauen und Männer begehen die Feierlichkeiten allerdings getrennt und alle wichtigen Details werden in einem Ehevertrag geregelt.

Brautkleid für eine arabische Hochzeit

Märchenhafte Kleider, prunkvoller Schmuck und orientalische Köstlichkeiten machen eine arabische Hochzeit zum Genuss für alle Sinne. Doch nicht nur optische Highlights werden geboten – ein umfangreiches Programm aus Tanz, Musik und Show macht das Heiraten zum Event.

Henna-Abend und Morgengabe

Der Startschuss zur arabischen Hochzeit fällt mit dem traditionellen Henna-Abend am Tag vor der Trauung. Am Henna-Abend werden Hände und Füße der Braut professionell mit filigranen Henna-Mustern verziert. Dieser Körperschmuck steht für Furchtbarkeit und Glück und soll die Braut noch schöner machen. Der Tag der Hochzeit beginnt mit der Morgengabe, die die Eltern des Bräutigams der Braut überreichen.

Henna-verzierte Hände einer arabischen BrautDie Morgengabe (Mahr) besteht meist aus Schmuck oder anderen Wertgegenständen mit einem bestimmten finanziellen Wert, der vertraglich festgehalten wird. Denn für die Braut dient diese Gabe als Mitgift. Der Ehemann verpflichtet sich zudem, so für seine Frau zu sorgen, dass es ihr während der Ehe niemals schlechter geht als davor. Weiterhin können im Ehevertrag sogar Dinge wie die Aufgabenverteilung innerhalb der Familie, oder der Wohnort festgehalten werden.

Zeremonie einer arabischen Hochzeit

Die Trauung ist traditionell der einzige Teil der Hochzeitsfeier, den Braut und Bräutigam zusammen verbringen. Zu besonders prunkvollen arabischen Vermählungen gehört außerdem der Hochzeitszug (Zaffa), der aus Gästen, Tänzern und Musikern besteht und das kommende Brautpaar ankündigt. Nachdem sich Mann und Frau das Ja-Wort gegeben haben, beginnen die orientalischen Feierlichkeiten. Oft erfolgt die Übergabe der Hochzeitsgeschenke in einer Art Prozession, die nicht selten von einem eigens dafür engagierten Moderator begleitet und kommentiert wird.

Arabische Hochzeitsmode

  • Farben: Petrol, Blau, Pink, Rot, Smaragd, Gold
  • Stoffe: Seide, Satin, Brokat
  • Accessoires: Goldschmuck, Schärpen, Taillengürtel, Armreife
  • Styling: voluminöses Haar, dicker Lidstrich, markante Augenbrauen

Für das Hochzeitsfoto nimmt das Brautpaar anschließend auf dem Kusha, einem Sofa, Platz – oft zieht die Braut sich zu diesem Anlass mehrmals um. Teilweise werden bis zu zehn verschiedene Hochzeitskleider gefertigt, die reich bestickt und verziert sind. Traditionelle arabische Kleider bedecken jedoch Dekolleté und Schultern und sind – im Gegensatz zu europäischen Kleidern – in leuchtenden Farben gehalten.

Heiraten als tagelanges Fest

Eine arabische Hochzeit wird meist mehrere Tage lang zelebriert. Hierbei halten sich Männer und Frauen stets in verschiedenen Räumen auf. Bereits die Einladungen werden getrennt versendet. Nicht selten sind über 500 Gäste geladen – gefeiert wird mit einem reichhaltigen Angebot an Speisen und Getränken und verschiedenen Musik- und Tanzeinlagen.

Auch an der Dekoration wird nicht gespart: Je aufregender und ausgefallener, desto besser. Bei einer arabischen Trauung tauchen die Gäste in die Welt eines orientalischen Märchens ein – farblich abgestimmte Tücher, Rüschen, Kissen und duftende Blumen machen die Hochzeit zum Highlight. Wer seine ganz persönliche orientalische Hochzeit feiern möchte, kann bei einigen Reiseanbietern passende Veranstaltungen buchen.

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